KFZ-Versicherung – Preise seit Jahresbeginn drastisch angestiegen

Ist ein Auto inzwischen ein Luxusgegenstand?

Wenn man den massiven Anstieg der Preise für den Fahrzeugunterhalt in den letzten Jahren beobachtet hat, könnte man diese Frage mit einem Ja beantworten. Zwar hat sich die KFZ-Steuer nicht wesentlich erhöht, aber dafür sind Benzin und Diesel erheblich teurer geworden. Die allgemeine Preissteigerung macht auch vor der KFZ-Versicherung nicht halt. Seit Beginn des Jahres hat sich die Erhöhung des Versicherungstarifs von durchschnittlich über 20 % deutlich bemerkbar gemacht. Bei insgesamt 141 Tarifen wurde seitens der Versicherungsgesellschaften eine Anhebung veranlasst, wohingegen nur 12 Tarife im Preis günstiger geworden sind. Der finanzielle Verlust, den die Fahrzeughalter in Deutschland dadurch hinnehmen müssen, beläuft sich bei inzwischen knapp sieben Millionen Fahrzeughaltern auf weit über eine Milliarde Euro im Jahr.

Was kann man tun?

Gegen die beständig ansteigenden Benzin- und Dieselpreise kann man wenig bis gar nichts unternehmen. Es ist ratsam, so kraftstoffsparend wie nur möglich zu fahren, um wenigstens einen Teil der Mehrkosten dadurch aufzufangen. Gegen die teilweise drastischen Preiserhöhungen seines derzeitigen Versicherungsunternehmens kann man sich mit einem Wechsel der Versicherungsgesellschaft wehren. Besonders bei KFZ-Versicherungen, die schon länger als drei Jahre laufen, entdeckt man bei einem Vergleich ungeahnte Sparmöglichkeiten.

Wie und wo vergleicht man?

Die schnellste und effektivste Methode ist der direkte Vergleich der Versicherungsgesellschaften im Internet. Mit einem KFZ Versicherungstarif Rechner lassen sich Preise und Vertragsmodalitäten am sichersten darlegen. Der KFZ Versicherungsrechner funktioniert dahingehend, dass man Wohnort, Fahrzeugmarke und -modell sowie technische Daten und eventuell vorhandene Schadenfreiheitsklasse in die Suchmaske eingibt. Nach diesen und weiteren eingegebenen Kriterien werden die in Frage kommenden Tarife berechnet und angezeigt. Zu beachten ist hierbei, dass man einen Tarifrechner wählt, der auch den gewünschten Schutz als Eingabemöglichkeit zur Verfügung hat.

Nach welchen Gesichtspunkten sollte man wählen?

Hierbei ist es angeraten, im Vorfeld die individuelle Fahrweise genau unter die Lupe zu nehmen. Dazu gehören unter anderem folgende Fragen, die man sich bei der Auswahl der geeigneten Versicherungsgesellschaft stellen sollte.

- Fahre ich viel oder wenig Kilometer im Jahr?
- Benötige ich eine Vollkaskoversicherung oder genügt die Teilkasko?
- Fahren eventuell auch Fahranfänger (zum Beispiel die Kinder) den Wagen?
- Welche Schäden sollen in welcher Höhe versichert sein?

Prinzipiell sollte man von scheinbar besonders günstigen Angeboten eher Abstand nehmen, da diese Versicherungen es meist an der gebotenen Leistung fehlen lassen. Solche sogenannten abgespeckten oder auch Mager-Tarife haben für den Versicherungsnehmer nur dann einen Vorteil, wenn nie etwas passiert. Spätestens beim ersten zu regulierenden Schadenfall zeigen sich dann aber die gravierenden Nachteile solcher Angebote.