Eine gute Lackversiegelung schützt den Autolack von Witterungs- und Umwelteinflüssen. Diese Versiegelung sorgt im Normallfall für eine spiegelglatte und schön glänzende Lackoberfläche. Eine gute Versiegelung muss sich streifen-, schlieren- und wolkenfrei verarbeiten lassen. Eine hochwertige Versiegelung schützt den Lack über einen langen Zeitraum.
Wann muss eine Lackversiegelung erfolgen?
Viele sind sich unsicher wann der richtige Zeitpunkt für eine Lackversiegelung ist. Dies lässt sich ganz leicht beantworten. Hierzu muss eine kleine Lackfläche mit einem Schwamm gereinigt werden. Ist diese Fläche trocken wird sie mit klarem Leitungswasser übergossen. Läuft das Wasser in hohen Wassertropfen vom Lack ab, ist der Lackschutz noch vorhanden. Sind nur flache Wasserlachen vorhanden, besitzt der Lack keinen Schutz mehr. Hier lautet eine Merkregel: Je kleiner oder höher die Wassertropfen, desto mehr Schutz ist noch vorhanden. Je größer und flacher die Tropfen, desto schlechter ist der Schutz.
Tipp!
Steht das Auto in keiner Garage ist es ganztägig den Umwelteinflüssen ausgesetzt. Hier lohnt sich ein Car Cover. Diese Autoschutzhülle schützt vor Feuchtigkeit, Schmutz und Sonne. Sie werden spielend leicht über das Auto gezogen.
Vorbereitung
Der Autolack muss vor der Versiegelung absolut sauber und gründlich gereinigt werden. Sämtliche Flecken wie Insektenreste, Teer, Flugrost oder Baumharz müssen komplett vom Lack entfernet werden. Die Lack muss so sauber sein, dass man mit den Fingerspitzen über eine glatte Fläche streift. Spürt man noch Unebenheiten müssen diese unbedingt noch weggereinigt werden. Wer diesen Arbeitsschritt nicht ordentlich und nur oberflächlich vornimmt, erhält später kein perfektes Ergebnis.
Zum Auftragen der Politur und zum anschließenden Abpolieren eignen sich vor allem Tücher aus Frottee oder noch besser Microfasertücher.
Lackversiegelung auftragen
Die Lackversiegelung darf nur bei einer bestimmten Außentemperatur vorgenommen werden. Nicht zu kalt und auch nicht zu heiß. Meist geben die Lackhersteller die Verarbeitungstemperatur an. Im Normalfall von etwa 18 bis 25 Grad. Die Versiegelung wird jetzt direkt auf ein Frotteetuch gegeben und mit einem leichten Druck und in kreisenden Bewegungen aufgetragen. Handelt es sich bei der Versiegelung um ein Sprühwachs, wird dieses direkt auf den Fahrzeuglack gesprüht und dann mit einem Microfaser- oder Frotteetuch abpoliert. Für Laien ist die Sprühwachsanwendung schwieriger und erfordert etwas Übung. Ganz Speziell gibt es noch Canaubawachs. Dieses wird vor dem Auftragen erwärmt. Hier muss die Außentemperatur mindestens 20 Grad betragen.
Lackversiegelung auspolieren
Mit guten Frottee- und Microfasertüchern geht das Abpolieren einfach. Es wird auch keine Poliermaschine benötigt. Diese Kosten kann man sich getrost sparen denn am Polierergebnis ändern diese Maschinen nichts. Lediglich bei Verwendung des Carnaubawachs ist eine Poliermaschine empfehlenswert. Dieses Wachs lässt sich nur mit etwas mehr Kraft auspolieren.
Wie lange hält nun diese Versiegelung?
Diese Frage ist von vielen Faktoren abhängig. Beispielsweise wie oft und mit welchen Produkten das Fahrzeug gereinigt wird. Aggressive Mittel lösen den Schutz eher wie milde. Auch welchen Umwelt- oder Witterungsbedingungen ist das Auto ausgesetzt. Zudem ist ein Faktor ob es wenig benutzt in der Garage steht oder täglich bewegt wird und zudem in keiner Garage untergebracht ist.
Ein kleiner Tipp noch zum Schluss.
Manche Versiegelungen hinterlassen nach dem Abpolieren eine unansehnliche Wolkenbildung. Gerade bei dunklen Lacken entsteht dieser ungleichmäßige Glanz oft. Diese können jedoch mit einem kleinen Trick entfernt werden. Hier wird lediglich mit einem Schwamm Leitungswasser auf diese Lackstelle aufgetragen und mit einem Frotteetuch gleich trockenpoliert. Schon ist der Lack wolkenfrei und erstrahlt im Tiefenglanz.