Auf Basis des hervorragenden 1. Quartals des Jahres 2011, das mit dem besten Ergebnis in der Historie von BMW abgeschlossen werden konnte, plant der Münchner Autokonzern nun für das laufende Jahr mit bis zu 2000, anstatt der bisher geplanten 1300 neuen Arbeitsplätze. Dies ließ Norbert Reithofer, der Konzernchef von BMW, anlässlich eines Interviews mit der Zeitschrift „Focus“ verlauten.
Vorsichtig optimistisch
Auch wenn die Narben der Finanzkrise langsam zu verheilen beginnen, so ist weiterhin gebremster Optimismus das Motto der Stunde. “Immer wieder sei mit teilweise starken konjunkturellen Schwankungen zu rechnen, weswegen BMW auch weiterhin auf die befristete Zeitarbeit als probates Mittel setzen werde, um schnell und gezielt auf heikle Marktsituationen reagieren zu können”, so Reithofer. Denn noch immer hat sich die Lage am weltweiten Automobilmarkt bei weitem nicht zu 100 % stabilisiert, so dass die Konzerne – egal welcher Couleur – flexibel bleiben müssen.
1,5 Millionen Neuwägen für 2011
Der Münchner Autobauer allerdings hat derzeit durchaus Grund dazu, zumindest ein klein wenig optimistischer zu sein: Zum Einen ist da die aktuelle Auftragslage, die eine Gesamtzahl von mehr als 1,5 Millionen Neufahrzeugen erwarten lässt, die im Jahre 2011 von den Bändern rollen werden. Zum Anderen sind da die Ambitionen der Bayern, sich im Hinblick auf Ökologie und umweltschonende Antriebe möglichst weit vorne zu positionieren, was schon jetzt als gelungen betrachtet werden darf und ein Schlüssel für den weiteren Erfolg des Unternehmens in den kommenden Jahren sein wird. BMW gilt bei einem Großteil der Bevölkerung als eine der innovativsten und technisch fortgeschrittensten Entwicklungsschmieden, so dass ihnen ein großes Vertrauen der Bevölkerung entgegen schlägt. Den Münchnern traut man es zu, die Herausforderungen in den Bereichen Neue Antriebe und wirtschaftliche Motorenkonzepte anzunehmen und tragfähige sowie zukunftsfeste Konzepte & Technologien zu entwickeln, die den Ausstieg aus der fossilen Brennstofftechnik beschleunigen könnten. Sicherlich wird auch vieles davon abhängen, inwieweit gesetzliche Vorgaben seitens der Politik und die allgemeine sozialpolitische Entwicklung in den Ländern die Strategien der Autohersteller beeinflussen wird. Gerüstet für die Zukunft wird BMW jedenfalls sein!
Elektropower: Der BMW i3
Waren die ersten Reaktionen nach dem Ausstieg des Konzerns aus der Formel 1 von Kritikern noch dem mangelnden Erfolg zugeschrieben worden, so verdeutlichen sich die Anzeichen mehr und mehr, dass der damit angestrebte Imagewandel ein klarer und unmissverständlicher Schritt in die richtige Richtung gewesen ist. Eine zentrale Rolle innerhalb dieser neuen Unternehmensphilosophie wird der i3 einnehmen, BMW’ s Elektroauto. Es ist für 2013 geplant und lässt jede Menge Innovation, Reichweitenverlängerung und deutlich erhöhte Effizienzwerte erwarten. Wer BMW kennt, darf sich schon jetzt darauf freuen. Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen dies auf die Sparte Occasionen BMW haben wird.