Elektroautos fahren ist ein sehr ungewöhnliches Vergnügen, denn Sie steigen in ein äußerlich normales Auto ein und haben auch innen das Gefühl, dass nichts anders ist als sonst. Spätestens, wenn Sie den Zündschlüssel drehen, merken Sie den Unterschied: Sie hören nichts! Wenn Sie dann wie bei einem Automatikauto den Gang einlegen und das Gaspedal betätigen, ist Ihnen klar, dass Sie sich auf eine besondere Weise fortbewegen. Das Elektroauto gleitet geräuschlos über die Straße und Sie hören lediglich das Abrollgeräusch der Reifen.
Nur wenn Sie schneller als 50 km/h fahren, kommt noch das Geräusch des Fahrtwindes hinzu, es sei denn Sie haben das Autoradio eingeschaltet und lauschen der Musik! Elektroauto fahren ist eine wirklich andere Art der Fortbewegung, was auch durch Passanten wahrgenommen wird, an denen Sie vorbeifahren.
Wichtig ist, dass Sie die Batterie im Auge behalten, denn die Reichweite der meisten Elektroautos ist nicht sehr groß. Die am weitesten entwickelten Fahrzeuge dieser noch seltenen Antriebsart kommen etwa 100 km weit. Allerdings hängt diese Reichweite stark von den äußeren Einflüssen und der eigenen Fahrweise ab. Bei kalter Witterung und gleichzeitiger Nutzung der Heizung kann sich die Strecke bis zum Entleeren der Batterie auf die Hälfte reduzieren. Auch große Hitze verringert die Entfernung bis zum Stillstand des Motors, vor allem wenn der Fahrer auf die Annehmlichkeiten einer Klimaanlage nicht verzichten kann.
Das Tankstellennetz, an dem Sie Ihr Elektroauto aufladen können ist in Deutschland noch mehr als dünn. Stolze Besitzer eines solchen Fahrzeuges tun also gut daran, sich meist innerhalb eines relativ kleinen Radius um ihren eigenen Stromanschluss herum zu bewegen. Wissenschaftler haben allerdings analysiert, dass der größte Teil der Autobesitzer ihr Fahrzeug sowieso nicht wesentlich mehr als 70 km täglich fortbewegen. Also ist ein Elektroauto in den meisten Fällen gut geeignet, im Alltag eine umweltschonende und preiswerte Alternative zu den herkömmlichen Antriebsarten darzustellen.